Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – Der Motor eines Autos muss allen Witterungen und somit großen Belastungen standhalten. Umso wichtiger ist es daher, das Öl im Motorraum in regelmäßigen Abständen zu wechseln. Doch wann muss ein Ölwechsel durchgeführt werden?

In der Regel sollte ein Ölwechsel alle 10.000–15.000 km erfolgen. Dennoch spielt nicht nur der km-Stand eine große Rolle, sondern auch der Zeitraum zwischen den Ölwechseln. Wer weniger als 10.000 km im Jahr fährt, sollte dafür sorgen, dass der Austausch des Öls alle 12-18 Monate durchgeführt wird. Diese Faustregel gilt vor allem für Autos älteren Semesters, da diese noch keinen Bordcomputer besitzen, der auf den anstehenden Ölwechsel hinweist. Bei neueren Wagen ist der Ölwechsel oftmals mit der anstehenden Inspektion verbunden, auf die man nach Ablauf einer bestimmten Kilometerzahl oder eines bestimmten Zeitraums via Anzeige hingewiesen wird.

Was tun, wenn die Öldruckkontrollleuchte leuchtet?

Sorgen darüber, dass man ohne Warnhinweis mit zu wenig Öl im Motorraum fährt, sind unbegründet. Denn hierfür besitzen sowohl ältere als auch neue PKWs eine Öldruckkontrollleuchte. Sie blinkt auf, sollte zu wenig Öl im Motorraum sein. In solchen Fällen reicht es aus, wenn neues Öl in den Motorraum hinzugegeben wird. Generell sollte ein halber bis ganzer Liter ausreichen, damit die Kontrollleuchte erlischt. Welches Öl sich für den eigenen PKW eignet, lässt sich über das Handbuch herausfinden. Sollte dieses nicht mehr vorhanden sein, kann man auch im Motorraum nachschauen. Hier hinterlassen Kfz-Werkstätten oftmals einen Nachweiszettel, auf dem sich die Ölart und der Kilometerstand des letzten Ölwechsels befinden. Um den Ölstand im Auge zu behalten, sollte man diesen von Zeit zu Zeit selbst überprüfen. Hierfür muss der im Motorraum immer klar erkennbare Ölmessstab herausgezogen werden. Auf diesem befinden sich eine Maximum- und eine Minimummarkierung am unteren Ende des Stabs, der den aktuellen Ölstand anzeigt.

Warum muss ein Ölwechsel durchgeführt werden?

Der Wechsel des Öls muss in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, um den Motor zu reinigen. Denn das Öl sorgt dafür, dass der Motor von feinem Metallstaub befreit wird, der durch die Reibung von Zylinder und Kolben entsteht. Wer keinen Ölwechsel durchführt oder dauerhaft mit zu wenig Öl fährt, riskiert den allseits bekannten „Kolbenfresser“. Das Öl besitzt Zusätze (Additive), die eine reinigende Funktion besitzen. Sie sorgen dafür, dass sich kleinste Metallteilchen nicht festsetzen können.

Warum gibt es so viele unterschiedliche Ölsorten?

Jeder kennt die Bezeichnungen 5W/40, 10W/40, 15W/40 etc. Dennoch lassen sich diese ohne das nötige Wissen nur schwer einordnen. Die Konsistenz des Öls wird in seiner Viskosität gemessen. Sie bestimmt die Dick- oder Dünnflüssigkeit des Öls mit Hilfe der Viskositätsklassen für Winter und Sommer. Während die erste Zahl plus den Buchstaben W die Viskosität des Öls im Winter beschreibt, gibt die zweite Zahl Auskunft über die Viskosität des Öls im Sommer. Wer mit 5W/40 fährt, tut seinem Wagen etwas Gutes. Denn je dünnflüssiger das Öl, desto besser ist dies für den Motor.

Vorsicht: Diesel- und Benzinmotoren fahren nicht mit dem gleichen Öl. Hier sollten die Herstellerangaben im Handbuch herausgesucht oder eine entsprechende Autowerkstatt gefragt werden.