Mehr als 12.000 WildunfĂ€lle sind im vergangenen Jahr allein in Brandenburg gemeldet worden. Wildwechsel nehmen vor allem im Herbst zu. Der ADAC rĂ€t deshalb zu erhöhter Vorsicht bei der Fahrt entlang von Wald- und FeldrĂ€ndern. Autofahrer sollten sich dabei nicht allein auf die entsprechenden Verkehrsschilder verlassen. Besonders groß ist die Gefahr auf neu angelegten Straßen sowie in der Morgen- und AbenddĂ€mmerung, wenn die Tiere am aktivsten sind.

Taucht ein Reh am Straßenrand auf, gilt es, sofort die Geschwindigkeit zu drosseln und die Hupe zu betĂ€tigen. Außerdem ist es wichtig, sofort abzublenden, denn im Licht der Scheinwerfer verharren die Tiere meist regungslos. Da ein Wildtier selten allein kommt, sollten Autofahrer zunĂ€chst nur langsam weiterfahren. „Im Zweifelsfall sollten Fahrer einen Zusammenstoß mit dem Wild riskieren, dabei das Lenkrad festhalten und kraftvoll bremsen, jedoch niemals abrupt ausweichen“, warnt ADAC Vorstand fĂŒr Verkehr, Volker Krane. Ausweichmanöver haben meist die schlimmeren Konsequenzen. Viele ungeklĂ€rte, tödliche BaumumfĂ€lle lassen sich dem Experten zufolge vermutlich auf Wildwechsel-Situationen zurĂŒckfĂŒhren. Nach einer Kollision mit einem Tier muss das Warnblinklicht eingeschaltet und die Warnweste angezogen werden. Es gilt dann, die Unfallstelle mit dem Warndreieck zu sichern und umgehend die Polizei zu informieren.