Tuningbegeisterte schwören auf die Steigerung der Motorleistung mittels Chiptuning. Doch was es mit diesem Trend auf sich hat, gilt es herauszufinden. Oftmals werben Chiptuning-Unternehmen damit, dass die Leistung eines PKW mit Hilfe eines Chiptunings zwischen 25-30% gesteigert wird. Darüber hinaus soll ein Chiptuning auch für einen verringerten Kraftstoffverbrauch bei gleichbleibender Fahrweise sorgen. Diese Fakten hören sich gut und sorgen dafür, dass diese Methode der Leistungssteigerung in aller Munde ist. Nichts desto trotz sollte man die Kehrseite der Medaille nicht unbeachtet lassen.

Ein unbestreitbarer Vorteil des Chiptunings ist, dass keinerlei baulichen Veränderungen am Motor selbst durchgeführt werden müssen. Denn bei diesem Tuningverfahren werden ausschließlich Änderungen an den Parametern des Motorsteuergerätes vorgenommen. Diese sind ab Werk voreingestellt und können mittels dem Aufspielen einer neuen Software „optimiert“ werden. Diese Vorgehensweise soll zur erwünschten Leistungssteigerung führen. Damit müsste man jedoch Autoherstellern unterstellen, dass sie ihren Kunden die maximale Leistung vorenthalten. Doch dem ist nicht so. Denn die Parameter des Motorsteuergerätes richten sich nach dem jeweiligen PKW-Modell und zahlreichen Tests, die für eine lange Lebensdauer, geringe Abgaswerte und einen möglichst geringen Verschleiß sorgen sollen. Wer sich für ein Chiptuning entscheidet, muss damit rechnen, dass die Fixkosten für den eigenen PKW somit langfristig steigen. Ein daraus zusätzlich resultierender unangenehmer Nebeneffekt ist, dass Autobesitzer keinen Anspruch mehr auf die Herstellergarantie haben, sofern diese noch existiert.

Schont Ecotuning die Umwelt durch einen geringeren Kraftstoffverbrauch?

Chiptuning-Unternehmen werben zudem mit dem sogenannten Ecotuning. Hinter diesem Begriff verbirgt sich allerdings nichts anderes als ein herkömmliches Chiptuning. Durch die Modifikation der Paramater am Motorsteuergerät wird das Drehmoment des Motors heraufgesetzt. Dies soll zu einer Kraftstoffersparnis von bis zu 0,5l pro 100 km sorgen. Die Wahrheit sieht allerdings anders aus. Denn das Chiptuning ist weder eine Garantie dafür, dass die Leistung des Motors gesteigert wird, noch minimiert es zwangsläufig den Kraftstoffverbrauch. Ganz im Gegenteil – in vielen Fällen werden durch ein durchgeführtes Chiptuning die Abgaswerte  des PKW verschlechtert. Dies ist alles andere als ökologisch und gut für die Umwelt.

Auch wenn ein professionelles Chiptuning in vielen Fällen eine Leistungssteigerung bewirkt, so wird diese Methode nur den Fahrer allein, nicht aber das Auto, den Geldbeutel oder die Umwelt glücklich machen.