Für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Wagens sollte man ausreichend Zeit einplanen. Wenn auch nicht für die Ewigkeit, so wird der neue PKW zu einem im Bestfall treuen Begleiter für die nächsten 7-10 Jahre. Doch nicht nur die Auswahl des neuen PKWs sollte dabei gut durchdacht sein. Käufer müssen auch in puncto „Auto Kaufvertrag“ auf wichtige Details achten. Der Auto Kaufvertrag dient als besonderes Beweismittel, wenn unerwartete Probleme während oder nach dem Kauf auftreten. Ob Neuwagen vom Autohändler oder aber der Kauf eines PKW von privat an privat. In beiden Fällen haben Autokäufer Rechte, die in einem Auto Kaufvertrag schriftlich festgehalten werden sollten.

Auto Kaufvertrag – Rechte beim Kauf eines Neuwagens

Wer sich für den Kauf eines Neuwagens entscheidet, entscheidet sich auch für eine hohe Investition. Hierbei werden die Rechte des Käufers innerhalb eine Kaufvertrages festgehalten. Denn ist der Vertrag erst einmal unterschrieben, so ist dieser rechtskräftig und der Autokauf somit bindend. Änderungen können nur mittels Zugeständnis des Händlers oder gegen einen Aufpreis und maximal drei Wochen vor Auslieferung des Fahrzeugs durchgeführt werden. Autohändler haben zudem das Recht Mehrkosten an den Kunden weiterzugeben. Doch nicht in jedem Fall müssen die Mehrkosten vom Käufer angenommen werden. Mehrkosten dürfen nur an den Käufer weitergegeben werden, wenn die Lieferzeit länger als vier Monate beträgt und dies auch im Kaufvertrag festgehalten wurde. Zudem dürfen die Gründe für die Erhöhung der Preise erst nach Abschluss des Kaufvertrages bekannt geworden sein. Ist dies nicht der Fall, so können Käufer von ihrem Auto Kaufvertrag zurücktreten. Ein Rücktritt vom Kaufvertrag ist auch dann zulässig, wenn es zu unvorhersehbaren Ereignissen des Käufers wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit kommt. In diesem Fall muss der Käufer jedoch 15% des Neuwagenpreises übernehmen. Zudem müssen im Auto Kaufvertrag die Einzelheiten zum Wagen, dessen Ausstattung sowie das Zubehör niedergelegt sein. Sollten nämlich nach der Auslieferung Mängel festgestellt werden, so ist der Verkäufer für diese haftbar. Dabei steht ihm allerdings eine Frist zur Behebung dieser Mängel zu. Werden große Mängel innerhalb dieser Frist nicht behoben, so können Autokäufer vom Kaufvertrag zurücktreten. Zudem sollten diese sich darüber im Klaren sein, dass eine im Kaufvertrag enthaltene Herstellergarantie kein Muss, sondern ein Zugeständnis des Herstellers ist. Um diese Garantie über den vollen Zeitraum in Anspruch zu nehmen, müssen Inspektionen und Reparaturen in einer zulässigen Markenwerkstatt durchgeführt werden.

Auto Kaufvertrag – von privat an privat

Anders verhält es sich bei dem Kauf eines Gebrauchtwagens von privat an privat. Hier ist der Auto Kaufvertrag von besonders großer Bedeutung, da er die Weichen für einen rechtlich sicheren Kauf stellt. Generell sollte angemerkt sein, dass es keine gesetzlich vorgeschriebene Form für das Aufsetzen eines Auto Kaufvertrages gibt. Dennoch ist der Auto Kaufvertrag in diesem Fall unersetzlich. Käufer sollten daher niemals einen Autokauf mittels Handschlag besiegeln, sondern immer einen detaillierten Kaufvertrag aufsetzen. Merken sollten sich Käufer bei einem solchen Kaufvertrag, dass eine Gewährleistung oder ein Rückgaberecht nicht zwingend bei dem Kauf eines gebrauchten Wagens im Vertrag enthalten sein muss. Dennoch müssen diese Positionen schriftlich ausgeschlossen werden. Ist dies nicht der Fall, so gilt in der Regel ein 14-tägiges Rückgaberecht. Zudem müssen in einem solchen Auto Kaufvertrag von Käufer und Verkäufer Angaben zur Person wie Vor- und Zuname, vollständige Anschrift, und Personalnummer festgehalten sein. Des Weiteren reichen die Angabe des Autoherstellers und des Fahrzeugtyps nicht aus. Es müssen die Fahrgestell-Nummer und die Nummer des Fahrzeugbriefs im Auto Kaufvertrag enthalten sein, um dieses eindeutig im Zweifelsfall identifizieren zu können. Auch Tag der Zulassung, Anzahl der Vorbesitzer, Extras, Zubehör und Zusatzausstattungen sollen im Vertrag vermerkt sein. Die wohl wichtigste Information, die beim Verkauf eines Gebrauchtwagens im Vertrag enthalten sein sollte, ist die Angabe zur Unfallfreiheit. Sollte dies nicht der Fall sein, dann müssen Angaben zu den Unfallschäden und den Reparaturen gemacht werden. Um diese Angaben zu verifizieren, sollten Rechnungen und Gutachten dem Vertrag beigefügt sein. Auch akute Mängel am PKW müssen aufgelistet sein, um Missverständnisse nach dem Kauf zu vermeiden. Letztendlich sollte natürlich auch der Verkaufspreis des PKWs im Auto Kaufvertrag enthalten sein, der abschließend mit einer Unterschrift von beiden Parteien verbindlich wird.

ACHTUNG: Sollten Unternehmen einen Gebrauchtwagen verkaufen, so werden diese immer wie ein Autohändler gesehen. Somit kann eine Gewährleistung nicht komplettausgeschlossen werden, auch wenn das verkaufende Unternehmen keine Kfz-Werkstatt ist.